T4 Network Forums T4 Forum Bitcoin und Strom aktuelle Bloomberg-Studie liefert Antithese!

  • Bitcoin und Strom aktuelle Bloomberg-Studie liefert Antithese!

     Ralf aktualisiert vor 1 Monat 2 Mitglieder·4 Beiträge
  • Ralf

    Administrator
    Mai 15, 2021 um 3:42 PM

    Der Stromverbrauch des Bitcoin liegt im grünen Bereich

    In den letzten paar Monaten gab es viele Vorwürfe zum Stromverbrauch des Bitcoin Netzwerks. Es ist sicherlich keine Überraschung, dass die meisten dieser Behauptungen stark übertrieben sind und völlig falsch interpretiert wurden. Bloomberg lieferte nun eine Antithese zu den vielen Anschuldigungen und sieht etliche Missverständnisse in den Beschuldigungen.

    Viele von euch wissen bereits, wie das Bitcoin Netzwerk funktioniert. Transaktionen werden an Nodes gesendet, welche die Inhalte an Mining-Pools weiterleiten. Um sicherzustellen, dass Transaktionen verarbeitet und validiert werden, müssen die Miner leistungsstarke Hardware für den Prozess vorhalten. Dieser Vorgang erfordert viel Strom und wird oft als große Verschwendung angesehen. Gleichzeitig gibt es ökologische Bedenken darüber, was das Bitcoin Mining für unseren Planeten bedeutet.

    Wie sich herausstellt, gibt es nur sehr wenige Gründe, die das Mining aus Umweltgesichtspunkten bedenklich machen. Es ist wahr, dass der Mining-Prozess immer komplexer wird und dadurch leistungsfähigere Mining-Hardware benötigt wird. Im gleichen Maße wird die Hardware auch weiterentwickelt, was zu einer Steigerung der Energieeffizienz führt sowie die Umweltbelastung reduziert. Natürlich benötigt das Netzwerk immer noch eine viel Strom, doch zum jetzigen Zeitpunkt liegt der Verbrauch noch immer im grünen Bereich.

    Eine sehr aktuelle Studie behauptet, dass das Bitcoin Netzwerk 8,27 TWh Energie pro Jahr zu aktuellen Preisen verbrauchen wird. Dies ist jedoch weitaus weniger als die meisten US-Rechenzentren benötigen. Im Vergleich zum Energiehunger der USA stellt der Bitcoin lediglich einen Tropfen auf dem heißen Stein dar, der gar nicht bemerkenswert erscheint. Weil derartige Pain Points für Nischenmarkt dennoch ziemlich kritisch sind, ist es aus unserer Sicht wichtig klarzustellen, dass das Mining keine Gefahr für die Umwelt darstellt. Der Trend zeigt, dass auch immer mehr Mining Firmen regenerative und wiederverwendbare Energien für sich entdecken. Damit stützen diese ebenfalls ihre unternehmerische Nachhaltigkeit und mindern deren anfallenden Stromkosten.

    Banken und Gold ebenfalls Stromfresser

    Der vielleicht faszinierendste Aussage, welche aus dem Blomberg Artikel hervorgeht ist, der Vergleich von Bitcoin zu FIAT Währungen. Denn allein das Drucken von Scheinen und prägen von Münzen verbraucht 11 TWh pro Jahr. Dabei ist das Management des Finanzsystems noch nicht mit einkalkuliert. Das würde zu einem vielfachen des bezifferten Wertes führen. Laut Quellen geht man von einem offiziellen Verbrauch von 650 Twh pro Jahr zur Aufrechterhaltung des globalen Bankensystems aus. Der Goldbergbau, ein weiterer sehr arbeitsintensiver Prozess, erfordert bis zu 132 TWh. Darüber hinaus dürfen wir nicht vergessen was zusätzlich für die Goldgewinnung in Kauf genommen wird (Kriege, Menschenrechtsverletzungen, Kinderarbeit, starke Umwelt- und Gesundheitsbelastungen).

    Diese Vergleiche stellen den Bitcoin in ein völlig anderes Licht, was von den breiten Medien so gut wie nie angesprochen wird. Was nicht rechtfertigen soll, dass die Energiebilanz der Kryptos ausgezeichnet wäre. Es sollte stets eine sukzessive Weiterentwicklung in der Kryptowelt vorangetrieben werden, die sowohl vom Code als auch der Art des Energieverbrauchs eine Effizienzsteigerung mit sich bringt. Zum Schluss möchten wir aber ein ganz klares Statement loswerden, indem wir sagen, dass viele Lobbyarbeit gegen die Kryptowährungen betrieben wird und Stellungnahmen zu einen erhöhten Energiebedarf ein gefundenes Fressen für diese Leute darstellen. Bitte nutzt wie für alles im Leben euren gesunden Menschenverstand und hinterfragt immer kritisch derartige Aussagen.

  • Sara

    Mitglied
    Mai 15, 2021 um 4:05 PM

    Hi Ralf,
    Danke, das ist gut, mal konkrete Zahlen zu sehen.
    Der Bloomberg-Artikel ist von 2017, und ich habe ihn nicht lesen können (kein Zugang). Stehen dort die 8,27 TWh fürs Bitcoin Netzwerk pro Jahr oder ist das eine aktuellere Schätzung?

    Grüße

    Sara

    • Ralf

      Administrator
      Mai 15, 2021 um 4:19 PM

      Es ist gut dass du nachfragst. Der Stromverbrauch hat entsprechend der Nachfrage und Kapitalisierung stark zugenommen und ist nun fast vergleichbar mit dem Stromverbrauch in der Goldgewinnung. Was verschwiegen wird ist die Tatsache dass aktuell ca. 80% (Tendenz steigend) dieses Verbrauchs aus regenerativen Quellen gespeist wird, was man bei Gold und anderen Beispielen nicht behaupten kann, auch nicht bei den großen Rechenzentren, deren aktueller Verbrauch auch nicht gesunken ist. Es geht um zwei DInge: 1. Erneuerbare, saubere Energie und deren Fortentwicklung, nicht zuletzt durch diese Industrie und 2. Relationen zu anderen gnadenlosen und auch dreckigen Stromfressern. Dies alles ist, auch bei gestiegenem Verbrauch, kein Totschlag-Argument, wie es in der Presse gerne dargestellt wird, ein “gefundenes Fressen” eben aber mit wenig belastbarer Substanz. Sonst müsste man Goldförderung schon lange in Frage stellen und das nicht nur wegen Strom…. Herzlichen Gruß!

  • Ralf

    Administrator
    Mai 15, 2021 um 4:27 PM

    Hier ist ein (leider mit Werbung versehener) Artikel der FIDOR-BANK zu dem Thema mit aktuellen Zahlen und einem gegenteiligen nämlich positiven Ergebnis innerhalb desselben Themas:

    //www.fidor.de/blog/krypto-nachhaltigkeit#:~:text=Doch%20es%20gibt%20auch%20Stimmen,Wasserkraft%20als%20Teil%20ihres%20Energiemixes

    Wenn der link nicht funktioniert bei Fidor nachschauen oder mir sagen ich schicke dann per Telegram

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